Papierwerbung in Deutschland: immer noch in?

Papierwerbung wird europaweit noch sehr bevorzugt: In Frankreich werden etwa 32KG Prospekte im Jahr pro Haushalt erhalten (2013), in Deutschland sind es 33KG und in Österreich 98KG im Jahr! (Quelle)

Die Unterschiede: Online vs. Analog

Bei Papierwerbung werden mehr Sinne aufgerufen. Vor allem Geruch und Berührung gibt es bei online Werbung (noch?) nicht. Mit der heutigen Technik kann man inzwischen ganz eigenartige Prospekte oder Postkarten produzieren und alle Sinne des Interessenten beanspruchen (siehe Artikel über die Sinne in Papierwerbung).

Länger in Sicht?

Bei Prospekten rechnet man damit, dass sie eventuell für eine längere Zeit in der Küche liegen und mehrmals aufgeschlagen werden. Meistens werden aber diese gar nicht gelesen und landen direkt im Müll, besonders wenn es sich um ungezieltes Werbematerial handelt.

Was ist mit online Werbung? Wenn ein potenzieller Kunde im Internet schon Interesse für ein Produkt gezeigt hat, wird er online von der gezielten Werbung überall verfolgt.

Man könnte also beide Träger vergleichen, obwohl ein Interessent bei Papierwerbung eigentlich zwei Mal handeln kann: im Voraus mit einem Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen“ und indem er sich die Papierwerbung einfach nicht ansieht.

Durch Werbung zur Handlung fördern

Ein großer Vorteil der online Werbung ist, natürlich, dass man zum sofortigen Kauf fördern kann, das geht bei Papierwerbung weniger.

Papierwerbung kann auch leichter zur Interaktion führen, wenn man Informationen benötigt, kann man diese normalerweise online sehr leicht aufsuchen.

Sich an die Zielgruppe anpassen

Es gibt keine perfekte Lösung bei der Wahl zwischen analog und digital, aber eins von beiden wird höchstwahrscheinlich von Ihrer Zielgruppe bevorzugt. Also, neben Kosten, Verbreitungsmöglichkeiten und Inhalt muss auch die Anpassung an der Zielgruppe stimmen.

Die aktuelle Lage

Papierwerbung ist weiterhin in Deutschland und in Österreich sehr präsent. Obwohl 75% der Prospekte auf Recycling-Papier gedruckt werden, entstehen Bewegungen gegen ungezieltes Werbematerial. Ein französisches Experiment, das ein Monat lang stattfand, ergab, dass man durch einen Sticker „Keine Werbung bitte!“ die Prospekte im Briefkasten deutlich reduzieren kann:

Ohne Aufkleber enthält man in Durchschnitt 72 Prospekte (d.h. 2,7 KG).

Mit Aufkleber senkt diese Zahl deutlich, auf 12 Prospekte (d.h. 0,37 KG).

Das sind also -83% Papierwerbung mit einem Aufkleber!

Kunden haben also die Wahl und können sich entscheiden, ob sie diese (meist) ungezielte Werbung erhalten möchten.

Also bevor Sie sich entscheiden gilt:

  • Zielgruppe kennenlernen,
  • Kosten und ROI ausrechnen,
  • Wertschöpfung schätzen,
  • und Umweltauswirkungen und Entwicklung nicht vergessen.

 

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 Cover Foto: Thinglass / Shutterstock.com 

 

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