Sensorisches Marketing: Wie die Sinne Produkte verkaufen

Der meist benutzte Sinn im Marketing ist das Sehen. Doch durch andere Sinne kann man auch viel erreichen. Manche Marken haben es schon ausprobiert und haben ein weg gefunden, original und denkwürdig für Produkte zu werben. Verschiedenen Träger können dazu benutzt werden: Werbespots, Läden, Straßenwerbung, Online-Werbung

Was bringt sensorisches Marketing? Wie wird es von den Unternehmen benutzt?


Sehen: Klassisch aber entwicklungsfähig

Plakate langweilig?

Die Anar foundation hat die perfekte Nutzung von der Linsenrasterbild-Technik in einer Sensibiliserungskampagne gegen Kindesmissbrauch gefunden.

anar foundationDank dieser Technik konnten sie auf dem gleichen Träger zwei unterschiedlichen Botschaften vermitteln.

  • Die Erste, für alle sichtbar:
    Erwachsene und Kinder sehen eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch,

„Manchmal ist Kindesmissbrauch nur für das Kind, das leidet, sichtbar.“

  • Die Zweite, die nur für Kinder unter 1,35 Meter sichtbar ist:
    “Wenn dich jemand weh tut, ruf uns an und wir werden dir helfen.” Mit der Telefonnummer.

 

Damit wir der meistgenutzte Sinn im Marketing auf einer interessanten Weise erregt. Mit einem kleinen Twist kann also sogar Plakatwerbung innovativ sein.

 

 

 

Hören: Musik für die Seele

Bei sensorischem Marketing gilt auch der Hörsinn. Ob die Hintergrundsmusik in Läden oder das Soundtrack von einer Werbung, durch Musik können Gefühle erweckt werden.
Eine Studie vom Institut für Markenorientierte Unternehmensführung hat gezeigt, dass die Musikart und die Lautstärke ein Einfluss auf die Produktwahrnehmung und die Kaufbereitschaft haben. Es wurde zum Beispiel bewiesen, dass mit sogenannter „weiche Musik“, Textilien auch weicher wirken!
Man sollte also auf jeden Fall die Musik in seinem Geschäft betrachten!

 

Riechen: Raumdüfte um sich wohl zu fühlen

In Einkaufszentren werden immer häufiger ätherische Öle verwendet, um die Besucher länger aufzuhalten. Wo es gut riecht, hält man sich auch gerne auf!
fierceDas US-amerikanisches Modeunternehmen Abercrombie & Fitch verwendet Fierce, den markentypischen Duft von Abercrombie & Fitch, auf die Kleidungsstücke. Das erzeugt einen einzigartigen Raumduft. In den Läden von Hollister, die auch zu Abercrombie & Fitch gehören, wird sogar ein Raumduft benutzt, der nicht zu kaufen ist.

 

Düfte werden natürlich am meistens für Parfüme benutzt, zum Beispiel in Frauenmagazine wo es nicht selten ist, ein Probe zur Werbung zu finden.

 

 

Schmecken: Nachkatzen oder Gourmets überzeugen

Natürlich wird dieser Sinn meistens benutzt, um Nahrungsmitteln zu fördern, überwiegend in der Einlaufsphase. Es ist bestimmt Ihnen schon passiert, ein wenig Käse von der Käsentecke Ihres lokalen Supermarkts zu probieren, oder ? Wenn es den Interessenten gefällt dann kaufen sie es auch.

Der Geschmack kann aber im Marketing auch ganz anders benutzt werden:

  • Kosmetische Pflegeprodukte: Wenn es um essbarer Kosmetikprodukten geht darf man ja auch probieren! Die amerikanische Sängerin und Geschäftsfrau Jessica Simpson hat die Produktlinie Dessert entwickelt, eine Reihe von Düften, Schmincke und Körperkremen, die sich nicht nur riechen lassen sondern auch schmecken!
  • Zahnpasta: Bei der Verkaufsförderung von Zahnpasta werden nicht nur die sichtbaren Effekte sondern auch der Geschmack mindestens auf die Packung erwähnt.bar-a-chocolat-mauboussin
  • Als Bonus in Non-food Läden: Der Besucher fühlt sich wohler wenn man ihn Tee, Kaffee oder Süßigkeiten anbietet! Und hat dann auch Lust wiederzukommen.
    Im Mauboussin Laden in Paris (Schmuckladen, siehe rechts) steht sogar eine Schockoladentecke zur Verfügung, diese bringt der Schmuck zur Geltung und bildet eine schönes Dekoelement. Mit solchen Differenzierungen entstehen auch mehr Chancen, dass der Kunde wieder vorbei schaut!

 

Tasten: der Test

Bei welchen Produkten tasten Sie bevor Sie kaufen? Ich muss sofort an Kleidung denken, aber auch an Früchte und Gemüse, Mobiltelefone, Kosmetikprodukten, Möbeln, Spielzeuge, Elektrogeräte… Also eine ganze Menge! Und das haben die Verkäufer auch verstanden: die meisten Produkte darf man berühren und ausprobieren bevor man sie kauft.

 

Wenn man mehrere Sinne kombiniert, wie bei Abercrombie and Fitch (Licht, Musik, Raumduft…) ist es wahrscheinlich möglich die Kaufbereitschaft direkt zu influenzieren, sonst hätte das Unternehmen nicht 3 Milionen USD für Duftspender ausgegeben…

Inbound-Techniken können diese Outbound Marketing Methoden ergänzen. Möchten Sie mehr über Inbound Marketing erfahren? Unser White Paper steht Ihnen gratis zur Verfügung: Gewinnen Sie neue Interessenten und Kunden dank Inbound Marketing.

 Cover Foto: Shutterstock.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *