Warum und wie man ein Briefing verfassen sollte

Ein Marketer braucht ein Plan, um zu wissen, wo es lang geht. Das Briefing erfüllt genau diese Rolle: es ist die Basis, der Startpunkt des Marketers. Es gibt aber Regeln, die man bei der Verfassung eines Marketing Briefings einhalten sollte. Ein Unternehmen, das diese Etappe gründlich durchführt, kann von den Agenturen nur Gutes erwarten. Wenn man diese Etappe aber überseht oder nur teilweise umsetzt, wird es Ihnen wahrscheinlich Zeit und Geld kosten.

Ein Briefing sollte zutreffend, engagierend und konkret sein: ein Briefing das schlecht realisiert wurde oder langweilig ist, wird Ihr Ansprechpartner demotivieren und könnte negative Folgen auf die Umsetzung des Plans haben.

 

Das Briefing ist auch eine Weise, einen schriftlichen Nachweis für beide Seiten zu behalten, um über eine Basis bei einem eventuellen Rechtstreit zu verfügen.

Egal ob Briefing im Web Development, kreatives Briefing oder in der Kommunikation, dieser Beitrag wird Ihnen ein paar Tipps geben, um eine effizientes Briefing zu verfassen, das für Auftraggeber sowie für Dienstleister nützlich ist.

 

Produkt / Kontext

Ein Briefing muss mit einer Einführung über das Unternehmen und dessen Angebot beginnen. Sie sollten den Hintergrund und die Umstände definieren und eine Beschreibung der Marke hinzufügen, wie die Persönlichkeit der Marke oder die allgemeine Unternehmensphilosphie. Preise und Verkaufsprozess sollten auch erwähnt werden. Sollte die Agentur nach Informationen über Ihre Branche suchen oder können Sie selbst diese liefern? Das ist auch eine wichtige Frage.

 

Konkurrenz

Es ist auch wichtig, die Angebote der Konkurrenz zu präsentieren. Wie positionieren sie sich? Was machen die Konkurrenten besser? So können Sie zusammen entscheiden, wie Sie sich am besten differenzieren können. Integrieren Sie Beispiele oder Links (besonders bei Website-Projekten), um konkret zu bleiben.

 

Was?

Was möchten Sie genau, warum treten Sie in Kontakt mit den Agenturen? Versuchen Sie diese Elemente zu quantifizieren.

Das Briefing oder das Pflichtenheft, das als Basis für das Verhältnis zwischen Agentur und Inserent dient, sollte eine klare Problematik beinhalten. Diese wird von dem Inserent definiert. Welches Ergebnis möchte man erreichen? Was erwartet man von der Agentur? Welche Neuigkeiten (neue Website, Seminar, usw.) möchten Sie einrichten? In welcher Form?

 

Die Definierung der Problematik wird die Qualität und Kohärenz der Beratung direkt beeinflussen, damit auch die zukünftige geleistete Arbeit.

 

 

Warum?

Warum möchten Sie die diese Neuigkeiten einrichten? Welche Ziele setzen Sie sich? Diese können sehr unterschiedlich sein: Erhöhung der Markenbekanntheit, Gründing einer Community auf Social Media, Verbesserung des Markenimage, Erhöhung des Umsatzes, Sammlung von Daten, usw.

 

An wen?

Sie sollte Ihre Zielgruppe genau beschreiben: wen möchten Sie ansprechen? Kunden oder Personen aus Ihrer Branche? Erklären Sie warum Sie denken, dass diese Personen Ihre Produkte benötigen und welche Barrieren beim Kauf bestehen. Definieren Sie Ihre Buyer Persona, welche Verbraucher sind sie, welche Medien konsultieren Sie, usw. Wenn diese Aufgabe unübersichtlich für Sie wirkt, können Sie sich auch an einer Agentur wenden.

 

Wann?

Wann sollte es fertig werden? Gibt es mehreren Etappen? Welchen Fristen müssen eingehalten werden?

 

Wie?

Sie sollten ein Weise finden, den Projektfortschritt zu messen. Dafür benötigen Sie einen Einblick des Endergebnisses. Kann Ihr Projekt vor dem Endergebnis getestet werden? Wie werden Sie die Fortschritte definieren und verfolgen?

 

Gefällt mir / Gefällt mir nicht

Es kann sehr hilfreich sein, Aktionen oder Marken die Ihnen gefallen aufzulisten. Auch Websites können die Agenturen helfen, Ihren Geschmack zu verstehen. So können sie sich besser vorstellen, was sie erwarten.

 

Must

Man sollte unbedingt ein “Call to Action” definieren. Geben Sie selbst Hinweise über den Ton, was benutzt werden sollte und was nicht. Stellen Sie sicher, dass Sie auch die Vorschriften einhalten.

 

Die Form

Vermeiden Sie lange Texte die sich wiederholen und unklar sind. Sie sollten knapp und klar sein und Aktionen bevorzugen. Zwei bis drei Seiten sollten genügend sein, wenn alle Hauptinformationen einbegriffen sind.

 

Das Budget

Eine Agentur wird sich genauer anpassen können, wenn sie schon von Anfang an weiß, wieviel Sie investieren möchten. Sie müssen nicht genau sein, aber eine Größenordnung ist immer willkommen. So versichern Sie sich, keine zu teureren Angebote zu erhalten.

 

Kontaktieren Sie 3 Marketingagenturen

Lassen Sie die Konkurrenz spielen, so bekommen Sie ein besseres Bild der unterschiedlichen Möglichkeiten. Zu viele kontaktierten Agenturen kann aber negative Wirkungen haben: diese könnten sich demotivieren.

Das Briefing bildet nicht nur ein Verhältnis des Auftraggebers mit dem Dienstleister sondern mehr eine Synergie. Man sollte also die Bemerkungen und Vorschläge der Agentur akzeptieren und wahrnehmen. Eine andere Einstellung könnte die Zusammenarbeit kontraproduktiv machen.

 

Es gibt nichts schlimmeres als unzufrieden eine Leistung zu zahlen. Wenn Sie diese Tipps verfolgen, sollte jeder Beteiligte wissen, was er zu tun hat, und die Ergebnisse werden folgen.

 

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Bild: Shutterstock

 

2 thoughts on “Warum und wie man ein Briefing verfassen sollte

  1. Danke für diese Übersicht. Leider sind die genannten Punkte oft jene, die die Agentur für den Kunden erst herausarbeiten muss (es sei denn der Kunde ist ein Konzern und arbeitet professionell). Also wer ist wirklich Zielgruppe, wer ist Konkurrenz? Was ist ein CTA? Welche Maßnahmen wünsche ich mir? All das ist häufig Leistung der Agentur, nicht schon Inhalt des Briefings.

    1. Lieber Rico, danke für deinen Kommentar. In dem Fall richtet sich der Artikel eher an Leiter Marketing und nicht an Geschäftsführer. Meiner Meinung nach ist es also wichtig als Marketer zu wissen, wer die Zielgruppe ist… Ein Produkt wird ja für eine Zielgruppe entwickelt… denke ich zumindest. Auch Elemente wie die Konkurrenz sollten von dem Unternehmen bekannt sein, auch wenn nicht ausführlich.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Iris.

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