Interview mit Maël Roth, dreisprachiger Blogger

Heute freuen wir uns, Ihnen eine neue Rubrik vorzuschlagen: Interviews von einflussreichen Bloggers aus dem Marketing Bereich! Damit möchten wir Bezeugungen und Ansichten von (Web)Marketing Akteure teilen. Wir starten die Artikelreihe mit Maël Roth, einem deutsch-französichen Blogger, der den mehrsprachigen Blog maelroth.com über Digitalmarketing hält.

Evelyne Lelievre-Matoux: Kannst du dich bitte vorstellen?

Maël RothMaël Roth: Aber gerne doch. Mein Name ist Maël Roth, ich bin 26 Jahre alt und arbeite als Inbound Marketing Projekt-Manager bei einer kölner Agentur. Ich bin Deutsch-Franzose und arbeite seit ca. 2 2/1 Jahren erst in Deutschland. Ich habe einen Master im (klassischen) internationalen Marketing abgeschlossen. Danach habe ich in einer Musik-Agentur gearbeitet und anschließend übernahm ich zuert als Country Manager Frankreich und dann als Head of International Business die Expansion eines Startups.  Anfang 2014 landete ich aus verschiedenen Gründen dann bei meinem jetzigen Arbeitgeber.

Wann und wie hast du dein Blog gegründet?

Ich habe 2010 meinen ersten Blog eingerichtet und schrieb damals schon über Marketing aber sehr allgemein. Vordergündig weil ich mich für den Master in einer top Business School beworben hatte und meine Marketing-Note etwas enttäuschend ausgefallen war während des Bachelors.
Ich wollte auf einem anderen Weg zeigen, dass ich Marketing-begeistert bin. Ich wusste, dass die Leute, die die zahlreichen Bewerbungen entgegen nahmen, wahrscheinlich die Bewerber googleln würden und da landete meine Seite an erster Stelle… Ich dachte, dass das viel aussagekräftiger wäre, als das Bewerbungsschreiben.
Ich habe lange überwiegend auf Französisch und Englisch geschrieben. Zum einen weil es mir leichter fiel und zum anderen, weil ich Marketing auf Englisch studiert habe und in Frankreich zur Schule gegangen bin…

maelroth

Als ich dann bei Park7 anfing, begann ich damit, für deren Blog Artikel zu verfassen. Mein persönlicher Blog war zu diesem Zeitpunkt ausschließlich auf Englisch. Zwei Monate später besuchte ich die Content Marketing Conference in Köln und twitterte fleißig mit. Ich war danach mitteilungsbedürftig und verspürte das Verlangen, mich ausgiebiger zu äußern. Eines Abends im März letzten Jahres richtete ich dann den deutschsprachigen Blog ein.
Weil ich weiterhin in 3 Sprachen schreiben will ist der Blog nun dreisprachig, wobei ich mittlerweile eher auf Deutsch und Englisch schreibe. Ich lege aber auch viel Wert darauf, dass Leute auch NUR Artikel in deren Sprache abonnieren können. Daher habe ich mir auch die Mühe gegeben, separate Abonnement-Optionen aufzusetzen.

Was ist deine redaktionelle Ausrichtung?

Wenn mir eines schon immer schwer gefallen ist, dann ist es mich beim Blog auf etwas sehr spezifisches zu begrenzen. Ich schreibe relativ allgemein über digitales Marketing aber natürlich überwiegend über Content Marketing und Inbound Marketing. Ab und zu weiche ich dann doch ab…
Ich denke, dass sich der Blog und meine Artikel eher an Leute richten, die schon ein bisschen Erfahrung in dem Bereich gesammelt haben. Ich veröffentliche idR keine „How-To“ Artikel, weil ich lieber das soziale pflegen möchte. Ich möchte eigentlich Anregungen veröffentlichen, Artikel die hoffentlich etwas nachdenklich machen. How-To Artikel werden gefunden, wenn Leute nach einer schnellen Lösung für etwas Suchen. Dementsprechend haben diese Artikel oft hohe Absprungraten und wenig Nutzen, wenn man an Austausch interessiert ist.

Lange Rede kurzer Sinn: es ist ein persönlicher, subjektiver Blog über digitales Marketing, mit dem ich weder Geld noch Leads generiere aber Beziehungen aufbaue und pflege.
(Wenn man Jobangebote als Leads definiert, dann generiere ich schon welche aber das ist nicht das Ziel des Blogs…)

Kannst du dein Publikum beschreiben?

Die Leser die ich namentlich und teilweise von Face-to-Face Begegnungen kenne sind Leiter von Marketing-Agenturen, in der Medienbranche tätig, und einige aus der PR-Branche, sowie Freelancer. Das was sie interessiert ist der Meinungs- und Gedankenaustausch. Ich denke, dass ich immer offen für Kritik bin, was Artikel betrifft, weil ich noch Jung bin (und das nicht vergesse) aber auch fundierte Meinungen habe. Solange man offen für Kritik / Verbesserungsvorschläge / Dialog ist, statt sich als ultimativen Experten auszugeben, behält man seine Leser auch. Ich hoffe (und weiß eigentlich) letzteres gelingt mir auch.

 

Wie eingebunden ist dein Publikum? Und auf den sozialen Netzwerken?

Anfangs erhielt ich extrem viele Kommentare auf meine Artikel. Mittlerweile hat sich das etwas gelegt, vielleicht weil der Blog dreisprachig geworden ist, das habe ich nicht wirklich erkundet. Ich glaube aber, dass sich die Konversation immer mehr auf soziale Netzwerke verlagert und Blog-Kommentare einfach seltener werden. Wenn man einen neuen Blog entdeckt kommentiert man noch auf dem Blog aber nach einer Weill tritt man mit dem Autor anders in Kontakt.

Ich freue mich immer wie ein Kind, wenn mir jemand einen Tweet schickt und sagt „Ich lese deinen Blog regelmäßig“. Das ist für mich das größte Kompliment. Auf den sozialen Netzwerken macht es mir auch am meisten Spaß, mit den Lesern zu interagieren und zu diskutieren. Manchmal helfe ich denen auch weiter, indem ich eine Frage beantworte. Manche müssen Vorträge oder Workshops vorbereiten und suchen nach Quellen, um die Argumente zu unterstreichen. Da ich extrem viel lese kenne ich dann meistens eine Quelle, die weiterhilft und helfe gerne aus.

Insgesamt bin ich mehr als zufrieden mit dem Engagement meiner Leser. Wiegesagt, ich freue mich wie ein Kind über jeden konstruktiven Kommentar.

 

Ein Herzlichen Dank an Maël für seine Teilnahme wir wünschen ihm weiter noch viel Erfolg! 

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