Interview mit Aldo Gnocchi, Digital Marketing Blogger

Heute freuen wir uns, einen Schweizer Blogger vorzustellen zu dürfen. Aldo Gnocchi schreibt in seinem Blog über Content Marketing und Social Media. Was ihn dazu bewegt hat, einen eigenen Blog zu unterhalten, worüber er schreibt und welche Zielgruppen er damit anspricht, erfahrt ihr in unserem Interview.

Evelyne Lelievre-Matoux: Kannst du dich bitte vorstellen?

Aldo Gnocchi : Mblogger aldo gnocchiein Name ist Aldo Gnocchi, ich bin 33 Jahre alt, in Biel/Bienne aufgewachsen (Bilingue), Vater einer einjährigen Tochter, seit 2014 in Basel wohnhaft, Inhaber und CEO einer Digital Marketing Agentur in Zürich.

Vor einem Jahr habe ich die Gnocchi GmbH – Digital Marketing mit Fokus auf Content Marketing und Social Media gegründet. Zuvor habe ich beim Facebook Experten Thomas Hutter und in einer der grössten Schweizer Digital Marketing Agenturen, Goldbach Interactive (Switzerland) AG, gearbeitet, wo ich Kunden wie McDonald’s, AXA Winterthur, Toyota, Carlsberg oder Volvo beraten habe.

Schon während meinem Studium an der Universität St. Gallen, wo ich meinen Master in Marketing, Services and Communication Management absolvierte, war für mich klar, dass ich im Bereich Digital Marketing arbeiten möchte. So kam es, dass ich bereits von Beginn weg als Experte für Social Media und Content Marketing wahrgenommen wurde. Diese beiden Themen verfolge ich nach wie vor sehr aktiv und gebe mein Wissen als Dozent an unterschiedlichen Bildungsinstitutionen, wie auch an Kunden im In- und Ausland weiter.

 

Wann und wie wurde dein Blog gegründet?

Im Jahr 2008 habe ich eine Community mit Blogfunktionalität, die sich Social Media Insight nannte, entwickelte und dort regelmäßig News zu Social Media und Digital Marketing publiziert. Damals bloggte ich ausschließlich auf Englisch. Meine Aktivitäten waren damals auf die Märkte USA und UK ausgerichtet. So konnte ich mich mit Experten aus den Bereichen Online Communities und Social Media austauschen.

Im Zuge meiner Masterarbeit und meinem Studienjob wurde es dann zeitlich etwas eng mit Bloggen, weshalb ich nach ein paar Jahren meine Blog-Aktivitäten mit Social Media Insight wieder einstellte. Nach dem Studium, bloggte ich aktiv auf dem Blog von Thomas Hutter, der im deutschsprachigen Raum als einer der Top Experten im Bereich Facebook Marketing gilt.

Ich schrieb über Neuigkeiten rund um Facebook Marketing Möglichkeiten für Unternehmen, führte Branchenvergleiche durch und stellte regelmäßig Best Practices (Kampagnen, Community Management, etc.) vor. Aufgrund der Blogging-Aktivitäten gelang es mir, eine Reputation als Social Media und Content Marketing Experten aufzubauen. Flankierend war ich auch damals schon ein gefragter Referent für Themen Rund um Social Media und Facebook Marketing.

Während der Zeit bei der Goldbach Interactive (Switzerland) AG hatte ich kaum mehr Zeit zum Bloggen, da ich sehr viele Projekte meiner Grosskunden betreute. Schade eigentlich. Ein paar Jahre später, im Zuge der eigenen Firmengründung wurde das Bloggen plötzlich wieder ein Thema. Während den ersten Monaten stand jedoch erst mal die eigene Website im Vordergrund.

Social media content marketing blog

Erst ein halbes Jahr später fand ich Zeit, um meinen Blog einzurichten. Bereits der erste Artikel kam bei meiner Leserschaft so gut an, dass ich wieder regelmäßig anfing zu Schreiben und mir nun auch explizit Zeit dafür einplante.

 

Was ist deine redaktionelle Ausrichtung?

In meinem Blog publiziere ich Artikel rund um das Thema Digital Marketing und die digitale Transformation von Unternehmen. Den Fokus bilden die Themen Content Marketing (Strategie, Content Creation, Best Practices von nationalen und internationalen Unternehmen sowie das Thema Native Advertising) und Social Media (Neue Social Media Plattformen, visuelle Social Networks (insbesondere Instagram und Pinterest) und Studien zum Einsatz von Social Media, welche für Schweizer Unternehmen relevant sind. Es ist denkbar, dass später noch weitere Themen hinzukommen.

Formal handelt es sich bei meinen Blogbeiträgen um so genannten „Long-Form Content“. Ich halte nichts von oberflächlichen Beiträgen. Deshalb beginne ich meine Artikel oft mit einem Theorieteil zum jeweiligen Thema und gehe anschließend mit meiner Leserschaft in die Tiefe.

Meine Beiträge sind darauf ausgelegt möglichst verständlich und einfach zu sein. Ich illustriere das Geschriebene gerne mit ausgewählten Bildern, Infografiken, Screenshots oder Videos. Meines Erachtens macht dieser Content-Mix einen Artikel erst interessant und generiert einen Mehrwert für die Leserinnen. Insbesondere wenn es sich um längere Beiträge handelt, ist es wichtig, dass diese mit visuellen Inhalten aufgelockert werden.

 

Kannst du dein Publikum beschreiben?

Meine primäre Zielgruppe sind Verantwortliche aus dem Bereich Marketing, Unternehmenskommunikation und PR. Sekundär versuche ich auch Event Manager und Messeplaner anzusprechen, die Referenten für ihre Anlässe suchen.

Als relevante Zielgruppe betrachte ich auch andere Blogger und Experten aus dem Bereich Digital Marketing. Mit ihnen kommen regelmäßig interessante Gespräche im Social Web zustande. Sie inspirieren mich zu neuen Artikel oder zeigen interessante Perspektiven auf.

 

 Wie eingebunden ist dein Publikum? Und auf den sozialen Netzwerken?

Mein Publikum ist sehr stark eingebunden. Regelmäßig ergeben sich interessante Diskussionen rund um meine Blogartikel. Sei das im Blog via Kommentarfunktion oder auf Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing oder in einer Expertengruppe. Twitter und LinkedIn scheinen in Bezug auf meine Zielgruppen (Entscheidungsträger und Influencer im B2B-Bereich) die für mich wichtigsten Kanäle zu sein. Dort zeichnet sich das höchste User Engagement ab. Ich schätze den regen Austausch auf allen Kanälen.

 

Welches Angebot existiert für Inserenten?

Ich biete auf meinem Blog keine kommerziellen Möglichkeiten an. Mein Blog ist völlig werbefrei und geniesst entsprechend eine hohe Glaubwürdigkeit. Falls ich mal Produkte oder Dienstleistungen von Dritten in irgendeiner Form in meine Blogartikel einfliessen lassen sollte, würde ich das entsprechen in einer Infobox am Ende eines Artikels erwähnen und auch transparent machen, um welche Art von Leistung es sich handelt. Mir ist es ein grosses Anliegen, dass mein Blog nicht zu einer kommerziellen Werbepräsenz verkommt. Mein Ziel ist der Aufbau einer Meinungsführerschaft und nicht die Kommerzialisierung der Inhalte. Der Blogger Kodex Fair Blogging leitet meine Blogging-Aktivitäten.

 

Hast du Beispiele von erfolgreichen Kampagnen?

Auf meinem Blog werden keine Kampagnen durchgeführt. Deshalb, nein.

 

 

Herzlichen Dank an Aldo für seine Teilnahme. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg beim Bloggen!
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